Bayern, München. 100 Jahre Freistaat. Eine Raumverfälschung
Wie zeigt ein Buch, dass ein Ort gemacht und nicht gegeben ist?
Kontext
Anlässlich des hundertjährigen Bestehens des Freistaats Bayern untersucht Bayern, München, wie politische Vorstellungen, kulturelle Erzählungen und gesellschaftliche Veränderungen in Architektur und Raum sichtbar werden. Statt ein einheitliches Bild Bayerns zu entwerfen, zeigt die Publikation die Widersprüche und Schichten, die das Land prägen: zwischen Stadt und Land, Tradition und Moderne, Identität und Veränderung.
Essays, Bilder, Archivmaterial und spekulative Projekte fügen sich zu einem vielschichtigen Porträt Bayerns und Münchens als Räume, die fortwährend hergestellt, verändert und neu ausgehandelt werden.
Ansatz
Die Gestaltung reagiert auf diese Vielstimmigkeit mit einer Struktur, in der unterschiedliche Inhalte und Perspektiven nebeneinander bestehen können. Durch Bildfolgen, Kontraste und wechselnde Maßstäbe wird das Buch weniger zur klassischen Dokumentation als zu einer eigenen räumlichen Erfahrung. Beziehungen zwischen Bildern, Texten und Gedanken werden sichtbar, und das Archiv wird zum Werkzeug, um nachzuvollziehen, wie Orte und Identitäten entstehen.
Projektdokumentation