Biografien der Moderne
Was erzählt Provenienz über die Menschen hinter einem Kunstwerk?
Kontext
Seit 2018 erforscht das Brücke-Museum die Herkunft seiner Sammlung – darunter auch Werke, die möglicherweise während des Nationalsozialismus entzogen wurden. Dabei rückten acht jüdische Sammler*innen erneut in den Blick, die die Künstler der Brücke unterstützten und die Entwicklung der Moderne mitprägten, deren Namen und Wirken jedoch weitgehend in Vergessenheit geraten sind.
Ansatz
Die Ausstellung erzählt Provenienz deshalb nicht als Geschichte von Objekten, sondern verbindet die Kunstwerke wieder mit den Lebensgeschichten, von denen sie getrennt wurden. Biografien, Werke aus den ehemaligen Sammlungen und Ergebnisse der Provenienzforschung werden zu gemeinsamen visuellen Erzählungen verwoben. Individuelle Zeitlinien und großformatige historische Aufnahmen machen Menschen, Orte und Beziehungen sichtbar.
So verschiebt sich der Blick vom Besitz auf die Menschen und ihre Erfahrungen: Provenienz wird als Geschichte von Lebenswegen erzählt – nicht allein als Geschichte von Sammlungen.
Projektdokumentation