Freiheit – Eine unvollendete Geschichte
Wie kann eine Ausstellung einer unvollendeten Idee Form geben?
Kontext
Die Ausstellung zeichnet Freiheitskämpfe von den Revolutionen des 18. Jahrhunderts bis in die Gegenwart nach. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Bürgerrechtsbewegungen in Polen, der Tschechoslowakei und der DDR um 1989. Als deutsch-polnisch-tschechische Zusammenarbeit entwickelt, verbindet sie diese historischen Erfahrungen mit heutigen Debatten über individuelle Rechte und gesellschaftliche Verantwortung.
Ansatz
Freiheit lässt sich nicht abschließend definieren. Die Ausstellung versteht sie deshalb weniger als historische Errungenschaft denn als etwas, das immer wieder neu ausgehandelt werden muss. An fünf Stationen ordnen sich sämtliche Texte und Bilder entlang einer durchgehenden Linie. Indem die Inhalte ober- und unterhalb dieser Linie ihre Position wechseln, werden Verbindungen und Brüche zwischen unterschiedlichen Bewegungen, Positionen und historischen Momenten sichtbar.
Großformatige Kapitelüberschriften ziehen sich wie vorläufige Setzungen durch den Raum. Sie greifen den offenen Charakter des Freiheitsbegriffs auf und laden dazu ein, Freiheit nicht als feststehende Größe zu betrachten, sondern als eine Idee, deren Bedeutung sich fortwährend verändert.
Projektdokumentation