Aufrecht stehender „Specology“-Band mit orangefarbenem Cover, weißem Titel und blauer Spiralbindung auf spiegelnder Fläche.
Orangefarbener „Specology“-Band mit blauer Spiralbindung steht auf einer gebrauchten Metallleiter.

Specology. Zu einer ästhetischen Forschung

Wie wird eine Publikation zum Raum für Forschung?

Kontext

Die Möglichkeiten und Herausforderungen spekulativer ästhetischer Forschung zu untersuchen bedeutet, unterschiedliche Formen des Denkens und Machens zusammenzubringen. Aus Perspektiven der Kunst, des Designs, der Philosophie, der Kulturtheorie und aus Positionen jenseits des akademischen Betriebs entstand über mehr als drei Jahre ein Forschungsprozess aus Gesprächen, Experimenten und gemeinsamer Auseinandersetzung.
Wie kann eine Publikation über Forschung ihren Leser*innen ermöglichen, einen eigenen Weg durch das Material zu finden, statt Anfang und Ende vorzugeben?

Ansatz

Jedes Kapitel ist als eigenständiges Buch angelegt. Alle beginnen mit demselben Umschlag und sind durch eine durchgehende Spiralbindung miteinander verbunden. Es gibt keine eindeutige Vorder- oder Rückseite, keinen festgelegten Anfang und kein Ende. Statt einer vorgegebenen Reihenfolge zu folgen, lässt sich die Publikation von unterschiedlichen Stellen aus erschließen.
Am Anfang jedes Kapitels stellt ein Register aus Schlagworten und Verweisen Verbindungen zu anderen Teilen des Buches her. Wer diesen Spuren folgt, bewegt sich den eigenen Interessen und Assoziationen entsprechend vor und zurück zwischen Themen, Texten und Kapiteln.
Die Publikation wird so selbst zu einem Werkzeug der Recherche: nicht zu einem linearen Argument, dem man von Anfang bis Ende folgt, sondern zu einer Struktur, die sich erkunden, erneut aufgreifen und immer wieder anders durchqueren lässt.

Projektdokumentation

Hände halten „Specology“ mit orangefarbenem Cover, großer weißer Typografie und blauer Spiralbindung.
Zwei orangefarbene „Specology“-Bände liegen auf einer Metallleiter; die blaue Spiralbindung verbindet die Kapitel.
Aufgeklappte orangefarbene Rückseiten von „Specology“ mit Registertext, QR-Code und mittiger Spiralbindung.
Hände blättern in „Specology“ durch eine Doppelseite mit türkisfarbenen Abbildungen.
Nahaufnahme der blauen Spiralbindung zwischen Seiten mit orangefarbenen Abschnittsmarkierungen und Registertext.
„Specology“-Doppelseite mit mehrspaltigem Text links und türkisfarbenen Bildmontagen rechts.
Aufgeschlagener „Specology“-Band mit einer türkis gerahmten Folge von Bühnenfotografien.
Detail einer „Specology“-Seite mit türkiser Handschrift, orangefarbener Collage und dem Wort „Un-Ich“.
The entire book is printed in two spot colors, enabling the creation of overlays that intertwine content and weave new narratives.
„Specology“-Textseite mit Gesprächspassagen, orangefarbenen Hervorhebungen und dichtem Fußnotenbereich.
Even the text layer was produced through overprinting the two spot colors, making this approach not only a visual gesture but also a cost-efficient solution.
„Specology“-Doppelseite „Die Zukunft, die uns blüht“ mit orangefarbenem Titel und türkiser Pflanzenzeichnung.
„Specology“-Doppelseite „Flickering Landscapes“ mit weißem Text auf Türkis links und einem orangefarbenen Titel rechts.
Geöffneter „Specology“-Band mit zwei Kapitelanfängen, hellblauen Grafiken und quer verlaufender Spiralbindung.
„Specology“-Doppelseite mit übereinanderliegenden türkisen handschriftlichen Notizen und orangefarbenen Zeichnungen.
Nahaufnahme einer grobkörnigen orange-schwarz-türkisen Bildcollage in „Specology“.
Seitlicher Blick auf den Buchblock von „Specology“ mit dicht geschichteten weißen, türkisen und orangefarbenen Seiten.
Detail der blauen Spiralbindung neben einer türkisfarbenen Abbildung und einer kleinen Bildunterschrift.
Typografisches Detail aus „Specology“ mit orangefarbenen Namen und türkisen Registerbegriffen auf Weiß.

Projekt

Projekttitel
Specology. Zu einer ästhetischen Forschung
Auftraggeber*in
SpecSpace, Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg
Jahr
2023
Leistungen
Publikationsgestaltung
Rolle
Konzeption, Gestaltung
Grafikdesign
Sarah Fricke, Lea Sievertsen, Pawel Wolowitsch (Distaff Studio)
Redaktion
Anke Haarmann, Alice Lagaay, Tom Bieling, Torben Körschkes, Petja Ivanova, Frieder Bohaumilitzky, Barbro Scholz (SpecSpace)
Verlag
adocs
Bildnachweis
Luisa Hanika
Schrift
Oracle von Dinamo Typefaces