Specology. Zu einer ästhetischen Forschung
Wie wird eine Publikation zum Raum für Forschung?
Kontext
Die Möglichkeiten und Herausforderungen spekulativer ästhetischer Forschung zu untersuchen bedeutet, unterschiedliche Formen des Denkens und Machens zusammenzubringen. Aus Perspektiven der Kunst, des Designs, der Philosophie, der Kulturtheorie und aus Positionen jenseits des akademischen Betriebs entstand über mehr als drei Jahre ein Forschungsprozess aus Gesprächen, Experimenten und gemeinsamer Auseinandersetzung.
Wie kann eine Publikation über Forschung ihren Leser*innen ermöglichen, einen eigenen Weg durch das Material zu finden, statt Anfang und Ende vorzugeben?
Ansatz
Jedes Kapitel ist als eigenständiges Buch angelegt. Alle beginnen mit demselben Umschlag und sind durch eine durchgehende Spiralbindung miteinander verbunden. Es gibt keine eindeutige Vorder- oder Rückseite, keinen festgelegten Anfang und kein Ende. Statt einer vorgegebenen Reihenfolge zu folgen, lässt sich die Publikation von unterschiedlichen Stellen aus erschließen.
Am Anfang jedes Kapitels stellt ein Register aus Schlagworten und Verweisen Verbindungen zu anderen Teilen des Buches her. Wer diesen Spuren folgt, bewegt sich den eigenen Interessen und Assoziationen entsprechend vor und zurück zwischen Themen, Texten und Kapiteln.
Die Publikation wird so selbst zu einem Werkzeug der Recherche: nicht zu einem linearen Argument, dem man von Anfang bis Ende folgt, sondern zu einer Struktur, die sich erkunden, erneut aufgreifen und immer wieder anders durchqueren lässt.
Projektdokumentation